Was für ein Tag!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Von der Badestelle am Stärringen See zur Badestelle am Toven See bei Skavtet – 67 km

Ich erlebe einen traumhaften Tag!
Der Himmel ist schon am frühen Morgen wolkenlos und das wird so auch den ganzen Tag bleiben.
Der morgendliche Blick aus dem Zelt nach einer wunderbar ruhigen Nacht auf den ‚dampfenden‘ See…

Hier an der Badestelle gibt es auch ein flottes Toilettenhäuschen…

…von dem aus sich ein großartiger Ausblick bietet…zu Hause schaue ich dabei auf die Waschmaschine 😉

Ich beschließe, ab sofort die Badesaison zu eröffnen und genieße nach dem Zeltabbau ein Morgenbad im Stärringen…herrlich erfrischend!

Heute will ich Richtung Västervik fahren. Ich weiß noch nicht, wo ich landen werde, irgendwo findet sich immer eine romantische Stelle. Das Wetter ist top  und es ist lange hell, ich lasse mich einfach treiben und entscheide spontan – was für eine Unabhängigkeit!
Nichts ist vorgebucht, ich muss auch keinen bestimmten Campingplatz erreichen, ich kann überall bleiben.
Meine bisherige Erfahrung hat mir gezeigt, dass mich jede Festlegung nur einengt und Dinge ganz unerwartet geschehen und sich dadurch großartige Möglichkeiten bieten. Also auf ins ‚Blaue‘, mal sehen, was der Tag mit mir vorhat…
Ich fahre auf einsamen Wegen zunächst durchs Landesinnere…

 … komme dann wieder zur Küste nach Figeholm, ein fein rausgeputzter Ort mit tollen Häusern, von denen sich ein phantastischer Blick auf die Schärenküste bietet. Hier lädt mich der Sitzplatz am Bootshafen zu einem Picknick ein…

 …es geht weiter an der Schärenküste entlang….

und nicht weit entfernt taucht die nicht so romantische Seite Schwedens, das Atomkraftwerk Simpevarp auf – etwa 30 km nördlich von Oskarshamn.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Oskarshamn

Was für ein Kontrast, dazwischen liegen nur wenige Kilometer!

Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich wieder direkt an einem idyllischen See und die knisternden Hochspannungsleitungen und der Anblick des Atomkraftwerkes kommen mir vor wie aus einer anderen Welt…

Auf der weiteren Fahrt bieten sich immer wieder schöne Eindrücke…

Am späten Nachmittag komme ich nach Blankaholm. Direkt am kleinen Hafen stoße ich auf eine kleine Terrasse und genieße hier eine Tasse Kaffee mit Haferdrink, den ich dazu natürlich aus meiner Packtasche rauskramen muss…

Ich komme mit dieser netten Familie aus Kiel ins Gespräch und sie geben mir den Tipp, eine wunderschön gelegene Badestelle aufzusuchen…

Bei der Gelegenheit gibt es nun auch mal wieder ein Foto von mir 😉

Die Badestelle liegt leider nicht um die Ecke, sondern noch 17 km entfernt! Egal, die Beschreibung klingt großartig und das will ich mir nicht entgehen lassen. Über einen gut zu befahrenen Sandweg schlängelt sich die Straße oft am Wasser entlang. Es gibt kurze steile Anstiege und die Schaltung meines Fahrrades bewährt sich schon hier sehr gut.
Ich erfreue mich täglich an diesem wunderbaren Fahrrad und möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Michael und seinem Team bedanken, dass sie mich mit diesem Rad auf die Reise geschickt haben. Besonders danke ich Jonas, der vor Reiseantritt alles gründlichst geprüft hat.
http://www.zweirad-scheibel.de/

Zum Glück haben die beiden mir den Weg exakt beschrieben, allein hätte ich diese Stelle niemals gefunden…

…dieser versteckte Pfad führt mich zur Badestelle…

…und als ich endlich angekommen bin, traue ich meinen Augen nicht. Soeben noch ein kleiner, kaum befahrbarer Pfad und dann eine traumhaft schön gelegene und sehr gepflegte Badestelle!
Auch hier ist es wieder sehr einsam. Ab und zu ein paar Besucher aus in der Nähe gelegenen Sommerhäusern, sonst nur Vogelgezwitscher und Fluglärm durch diverse Insekten, die alle freundlichen Abstand halten…


 
Ich genieße den Abend, lege mich schon vor Sonnenuntergang ins Zelt und erfreue mich an der Stille und dem Blick aus meinem Zelt…
Ich schlafe wunderbar bei geöffnetem Vorzelt und nur durch ein Gazefenster vom See getrennt. Nachts werde ich ab und zu wach, weil irgendwo ein Käuzchen ruft und der Ruf des Prachttauchers über den See schallt. Glücklich und geborgen drehe ich mich auf die andere Seite…

Am Morgen dann natürlich das obligatorische Bad im See und danach mein vertrautes Frühstück, worauf ich mich jeden Morgen wieder aufs Neue freue…

…im Mixbecher befinden sich Haferdrink, Hanfprotein, Carob -, Moringa -, Macca -, Baobab -, Brennnessel – und Rote Betepulver

Ich freue mich auch immer wieder über Stefan, der mich während der Tour mit diversen Superfoods versorgt. 
https://www.schmuetz-naturkost.de/
Auch heute  lacht wieder die Sonne vom Himmel.
Ich schließe jetzt mein Büro…

 …packe mein Zelt ein, sattle mein Pferd und dann reiten wir nach Gunnebo in der Nähe von Västervik. Hier werde ich über Couchsurfing für die nächsten beiden Nächte einen Host haben…

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kai Nicolas Schaper sagt:

    Ist das nicht wunderbart!!!??

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  2. Matthias sagt:

    Wahnsinn! Kein Konjunktiv-Dasein: hätte, könnte, wäre ich doch mal, sondern einfach mal machen. Menschen, Natur und sich selbst erleben. Tolle Beiträge, ich lese sie täglich.

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    1. veganbiketravel sagt:

      Hallo Matthias,
      das freut mich sehr und danke für dein Feedback!

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