Ein kleines Paradies…

…und hier darf ich zwei Tage sein!

Sonntag, 21.5.2017
60 Kilometer bis zur Halbinsel Ödängla.

 Heute früh bin ich schon um 5 Uhr wach und um 6.30 Uhr fast reisefertig. Ich will gerade abfahren, als mich Gilbert in sein Haus einlädt, mir ein Handtuch gibt und mich ermuntert, sein Bad zu nutzen. Ich bin gerührt bei all dieser Hilfsbereitschaft und genieße eine ‚Katzenwäsche‘ in einem warmen Bad!
Zwischen 7 und 9 Uhr begegnen mir vier!!! Autos. Ich rolle auf kleinen, schlaglochfreien Straßen leicht dahin. Es ist einfach ein Genuss, hier zu fahren. Auch hier sind viele Straßen ausgebessert aber völlig anders als bei uns! Man passiert die ausgebesserten Stellen, ohne es zu merken. Keine notdürftig ins Schlagloch gepressten Teerhaufen, sondern fein übergangslos eingefügt. Vielleicht könnt ihr es auf diesem Foto erkennen.  

 Bei uns sind es ‚Ruckelpisten‘ und du wünschst dir ein vollgefedertes Rad. Übrigens habe ich auf fast 700 Kilometern in Dänemark und Schweden noch kein Schild ‚Straßenschäden!‘ gesehen. Die sparen sich das Geld für 10.000 Schilder und reparieren einfach ihre Straßen unverzüglich und ordentlich! So, dass musste ich mal loswerden.

Hier ein paar Eindrücke von meiner morgendlichen Tour.

 Ich mag diese oftmals kilometerlangen und bis zu etwa 1 m breiten Steinwälle. Wie viele Menschen haben hier mühsam ihre Ländereien eingefriedet und wie exakt sie oftmals gebaut sind! Für mich ist so ein Wall wunderbar lebendig. Kein Meter gleicht dem anderen, überall ist Leben zwischen den Fugen und oft sind sie dicht mit Moos oder Blumen bewachsen.

Die kleinen Straßen führen mich immer wieder mal an die Schärenküste…

 …in Pataholm durch ein Museumsdorf

 und immer wieder entdecke ich etwas…

…Vorbereitung auf eine Safari-Tour?
Um 13 Uhr erreiche ich die Halbinsel Ödängla und bin dort mit Carin & Kenh verabredet. Jenny hat mir gesagt, ich könne in deren Sommerhausgarten für eine Nacht mein Zelt aufbauen.
Ich werde von beiden ganz herzlich empfangen und sogleich wird mir mitgeteilt, dass ich selbstverständlich im Haus schlafen könne.

Carin und Kenh vor ihrem Sommerhaus
Wir haben ein sehr nettes Gespräch, Kenh ist Fahrrad-Spezialist und beseitigt meine knarrenden und quietschenden Geräusche am Rad …

… und erzählt mir, dass er auch schon zwei Radrennen in Norwegen gefahren ist, u.a. Oslo – Trondheim, d.h. 500 km nonstop (!). Kenh ist nur wenig jünger als ich und hat im Alter von 60 Jahren mit seinen Söhnen den Ironman Triathlon bewältigt!
Sachen gibt’s, gestern Jean und heute Kenh…
Allmählich kommt mir meine Tour wie eine Kaffeefahrt vor! 😉
Nachdem wir gemütlich Kaffee getrunken haben, sagen mir beide, dass ich auch gerne einen weiteren Tag bleiben könne, geben mir den Hausschlüssel und wünschen mir noch eine schöne Reise. Ich kann mein Glück kaum fassen und werde daher morgen einen ‚Uraubstag‘ 🙂 einlegen.
In der Nachmittagssonne trockne ich mein Zelt – ich musste es heute früh feucht einpacken – …

… erkunde noch ein wenig die Gegend und richte mich dann gemütlich ein.

Badestelle in Ödängla
Wegen fortgeschrittener Müdigkeit nach meiner kurzen letzten Nacht verabschiede ich mich ganz schnell und mache es mir in meinem Schlafsack auf meiner Isomatte bequem…

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