Was hält mich unterwegs körperlich fit?

In der letzten Zeit habe ich mich immer mal wieder gefragt, womit es wohl zusammenhängt, dass ich die zahlreichen körperlichen Anstrengungen bisher so gut verkraftet habe .
Ich denke, es sind verschiedene Faktoren.

Einerseits habe ich in den letzten Jahrzehnten regelmäßig etwas für meine körperliche Fitness getan und mich auch recht gesund ernährt. Vielleicht hatte ich dadurch eine gute Ausgangsbasis. Allerdings hatte ich erwartet, zumindest hin und wieder körperliche Begrenzungen zu verspüren, z.B. in Form von muskulären Problemen.
Nichts von alledem ist eingetreten. Geholfen hat mir sicherlich die großartige Möglichkeit, mich ab und zu bei verschiedenen wunderbaren Gastgebern etwas ausruhen zu können.
Ich bin mir auch sicher, dass meine alltägliche Ernährung während der Tour einen wesentlichen Anteil an meinem körperlichen Wohlbefinden hat.
Mein selbstgemischtes ‚Powermüsli‘ wirkte auch bei großer körperlicher Anstrengung immer wieder sehr kraftspendend.
Wen es interessiert, hier die grobe Rezeptur. 

Basis sind verschiedene Vollkornflocken aus biologischem Anbau (Hafer, Dinkel, Roggen, Gerste …). Dazu gebe ich die folgenden Zutaten aus ökologischem Anbau.
Auf 1kg Flocken nehme ich etwa

  • 8 EL Hanfprotein 
  • 250 g geschälte Hanfsamen
  • 250 g Studentenfutter
  • 4 EL Moringa Blattpulver
  • 8 EL Chia Samen
  • 125 g Kürbiskerne
  • 4 EL Maca-Extrakt
  • 4 EL Baobab-Fruchtpulver
  • 6 EL Carob-Pulver
  • 100 g Criolo Kakao Nibs

Dies ist meine Kombination, die meinem Geschmack entspricht. Deine Zusammenstellung fällt vielleicht ganz anders aus!

Von dieser Mischung esse ich täglich mehrere Schalen zusammen mit Haferdrink und frischem Obst.
Fast alle Zutaten habe ich in Schmütz Naturkost Onlineshop gefunden. 
Vielen Dank nochmals Stefan für deine Unterstützung!

Am Abend hatte ich dann häufig etwas mehr Zeit, habe mir ein paar Wildkräuter gesammelt und sie zusammen mit gekauftem Gemüse roh gegessen.
In Norwegen habe ich kein gutes Vollkornbrot ohne Konservierungsstoffe gefunden! Allerdings gibt es eine reichhaltige Auswahl an leckerem Knäckebrot.
Die Versorgung mit Bio Gemüse war in Dänemark und Schweden kein Problem.
In Norwegen wird es langsam besser, man scheint jedoch nur dann kein Fleisch, Fisch oder Käse zu essen, wenn man krank ist!
Meinen Haferdrink finde ich somit nur in der ‚ Glutenfri – Allergi  – Ecke ‚  😉 und so etwas wie vegane Brotaufstriche gibt es bis auf wenige Ausnahmen nicht.
Vermutlich wird sich in den nächsten Jahren auch in Norwegen das Angebot erweitern. Schweden und Dänemark sind eindeutig die Trendsetter für den Norden. 

Ich habe auch darauf geachtet, bei den ersten Anzeichen nachlassender Kraft eine kurze Essenspause einzulegen. In jüngeren Jahren hätte ich vermutlich nicht darauf reagiert und wäre weitergefahren. 
Nach diesen kleinen Unterbrechungen ging es stets gut genährt und gut gelaunt weiter.
Wichtig ist für mich auch die mentale Einstellung.
Wenn ich große Steigungen vor mir habe, fahre ich bewußt ganz langsam und erklimme den Berg, ohne bis zur Erschöpfung außer Atem zu kommen.
Das dauert dann zwar länger, hilft mir jedoch achtsam zu bleiben und mich nicht zu überfordern.
Ich habe es auch anders versucht, weil ich so schnell wie möglich ‚oben‘ sein wollte. Es ist mir längst nicht so gut bekommen. Kurzfristig war es ein schneller Erfolg, mittelfristig fühlte ich mich viel erschöpfter.
Bei den vielen Bergen benötigte ich somit eine nachhaltige Erfolgsstrategie und denke, dass ich – wie beschrieben – für mich einen guten Weg gefunden habe.

Während meiner Tour wollte ich mich ursprünglich von Rohkost unter Einbeziehung frisch gepresster grüner Wildkräutersäfte ernähren.
Ich habe mich bereits nach kurzer Zeit von dieser Idee verabschiedet und die Gründe dafür in den Beiträgen ‚Superfood für die Waden‘ und ‚Meine Saftpresse     beschrieben.
Ich brauchte also eine unterwegs praktikable Alternative und für mich hat das oben beschriebene Konzept bisher hervorragend funktioniert.
Allerdings freue ich mich auch schon wieder sehr auf meine vielen selbstgezogenen Sprossen, frische Salate, grüne Smoothies, frisch gepresste Wildkräutersäfte und ganz viel Rohkost.
Wenn ich daran denke. kann ich es kaum erwarten … ♡

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kai Nicolas Schaper sagt:

    Das Müsli ist auch mein Ausgangspunkt für den Tag gewesen. Meines beinhaltete zu einem großen Teil Haferflocken dann Dinkelflocken, Sesam, geschrotete Leinsamen, etwas Studentenfutter und Obst ( Apfel, Melone, Banane, Datteln, Heidelbeeren) Hafermilch. Ich bin beeindruckt von so vielen „Superfoods bei dir. Mir hat dieser Start immer durch den halben Tag geholfen.
    Heute bin ich an meinem Ziel in Baden-Württemberg angekommen. Nur knapp 1000 Km. Nächste Woche werde ich dann wieder im Norden sein.

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    1. veganbiketravel sagt:

      Hallo Kai,
      schön, dass du dein Ziel erreicht hast, dann können wir uns ja bald zum Erfahrungsaustausch treffen. 🙂
      Ich werde früher als erwartet vermutlich bereits Anfang September wieder ‚im Süden‘ 😉 sein.
      Grüße aus Dänemark
      Andress

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