Frühstück mit Nils …

Freitag, 11. August 2017

Von Hirtshals nach Elling – 45 Kilometer, 320 Höhenmeter

 

Eine herrliche Überfahrt  bei strahlendem Sonnenschein bringt mich mit der Fjordcat schnell nach Dänemark …

… mit 89 Km/h über den Skagerrak

In der Nähe von Hirtshals finde ich eine Übernachtungsmöglichkeit auf einem früheren Bauernhof. Ich entdecke den Platz in einer App für kostenlose/preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in der Natur. Die App heißt Shelter und ist sehr informativ und hilfreich. Es ist zwar alles in Dänisch , aber dank Google-Übersetzer finde ich mich zurecht. Für alle Interessierten hier der Link zur
Shelter App

Ich werde von Nils begrüßt und er zeigt mir eine große Wiese neben der Hauptstraße nach Skagen …
Egal, ich bin froh, dass ich den Platz gefunden habe und mache es mir schnell im Zelt gemütlich …

… ein schöner weiter Blick ohne Berge 😉
  
Ich liege kaum im Zelt, als auch schon die ersten Wohnmobile um mich herumkurven. Na, das kann ja heiter werden!
Die Nacht verläuft jedoch harmlos, abgesehen vom regen Autoverkehr. 😦
Am frühen Morgen begrüßt mich Nils, als ich gerade mein Zelt abbaue und lädt mich zum Frühstück ein! Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und freue mich natürlich sehr! Nils ist 85 Jahre jung und hat seinen Hof für Reisende geöffnet! 

Nils ist 85 Jahre jung und holt während des Frühstücks gleich sein Tablet raus, um sich meine Webseite anzusehen!

Das ist sicher eine wunderbare Möglichkeit, um jung zu bleiben. Nils hat fünf Kinder, seine Frau ist vor 17 Jahren verstorben und seine drei Töchter leben in seiner Nähe. Die Begegnung mit Nils verläuft sehr amüsant, weil wir uns nicht verständigen können! Dank Google-Übersetzer schaffen wir es dann doch, weil wir abwechselnd etwas meinem Smartphone erzählen. Für das Gästebuch muss ich eine Skizze meiner gesamten Radreise anlegen.
Vielen Dank Nils für deine Einladung zur kostenlosen Übernachtung und zum ‚Überraschungsfrühstück‘ …

Meine Tagestour bringt mich mit Rückenwind !! Richtung Kattegat und Dänemark versucht mir ein paar ‚Berge‘ zu zeigen …

Ein zweites Frühstück gönne ich mir an einem ganz speziellen Ort …

… und erfreue mich ansonsten der Leichtigkeit, hier Rad zu fahren …

In Dänemark wachsen die Eichen manchmal waagerecht … 😉
Ein Teilstück des Radweg 62 …

 
Leider ist es hier nicht überall so romantisch, denn beinahe hinter jedem Knick lauert eine Form der Massentierhaltung und oft stinkt es hier erbärmlich!
Jeder kleine Hof scheint hier seine spezielle Art der Tierhaltung zu pflegen und das empfinde ich als sehr bedrückend. Es sind nicht nur die bekannten Massenställe für Hühner, Kühe und Schweine, sondern auch viele Nerz-Farmen. Das Wort Farm klingt ländlich idyllisch, dahinter verbirgt sich jedoch hermetisch abgeschirmtes Elend in Konzentrationslagern fűr Tiere …

Ein hübsch gestaltetes Holzschild weist auf die Nerzfarm hin …
Die Öffentlichkeit erfährt nicht, was hinter Zäunen und Mauern geschieht …

In einem Waldstück versteckt …
… können die gequälten Tiere ihren Bewegungsdrang in kleinen Käfigen ausleben!

Für mich ist das ein Verbrechen und ebenso schlimm finde ich es, dass das gesetzlich erlaubt ist!
Der Mensch sieht sich so gerne als Krone der Schöpfung und verhält sich so armselig. Nichts gibt uns das Recht Tiere zu quälen und ist es nicht merkwürdig, dass die einen Tiere als ‚Nutztiere‘ gequält, getötet, verarbeitet und verspeist werden, während die anderen vermenschlicht und gehätschelt werden …

An dieser Stelle könnten sich ebenso Bilder von Katzen und Hunden befinden …

Ich musste mein Entsetzen einmal loswerden, weil dieses Elend hier im Norden von Dänemark so massiv und auffällig ist. Natürlich gibt es diese Zustände überall und in Deutschland empfiehlt sich zur Begutachtung u.a. das Oldenburger Land. 

Über Couchsurfing erhalte ich unterwegs die Nachricht, dass ich nördlich von Frederikshavn bei Caja willkommen bin. Sie selbst sei zwar nicht zu Hause, aber die Haustür wäre offen und evtl. sei ihr Freund Juan anwesend. Schon wieder so ein Vertrauensbeweis und solch eine Gastfreundschaft. Ich kann es wieder kaum fassen!
Juan und die Katze sind vor Ort, ich werde herzlich willkommen und mit Kaffee versorgt.

Juan
Black & White

Juan hat eine Solardusche im Garten errichtet und lädt mich ein, sie zu nutzen. 

Es ist sehr schön, hier im Grünen zu duschen …

Frisch geduscht fahre ich nach Elling, um ein paar Kekse zu kaufen und treffe vor dem Supermarkt Familie Dupuis aus Frankreich ,,, 

Familie Dupuis aus Frankreich auf dem Weg von Oslo nach Kopenhagen …

Sie sind nach Oslo geflogen und unternehmen nun mit ihren Kindern eine dreiwöchige Radtour von Oslo nach Kopenhagen!
All-inclusive-Abenteuer-Urlaub! 🙂 Super!
Natürlich verstehen wir uns sofort bestens und haben viele Dinge zu besprechen …
Ich hoffe, ihr meldet euch bei mir, so dass wir noch unsere Adressen austauschen können. Ich wünsche euch eine gute Reise nach Kopenhagen!

Mein Abendbrot genieße ich bei Sonnenschein im Garten und bin sehr froh, dass ich nun wieder mehr Wildkräuter finde und ungesüßtes Vollkornbrot essen kann …

 
Wenn das Wetter mitspielt, rausche ich morgen früh weiter nach Süden … ♡

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Kai Nicolas Schaper sagt:

    Mit der Tierhaltung gebe ich dir recht. Mittlerweile bin ich schon am Main angekommen. Aber auf dem Abschnitt durch Schleswig-Holstein ist mir auch an jeder Ecke der Geruch nach Schweinemast aufgefallen. Überhaupt nimmt man auf einer Radreise sehr viel mit der Nase war. Was etwas besonderes ist auf so einer Reise. Hier im Süden mit den ganzen kleinen Höfen mitten in den Dörfern ändern sich die Gerüche auch ständig. 👍

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