vegan…bike…travel…

vegan bike travel…?  …ein veganes Fahrrad auf Reisen?

Oder jemand, der sich von Pflanzen ernährt und mit seinem Rad auf die große Reise geht?

Wie kam ich zur veganen Ernährung? Die Anfänge liegen weit zurück. Ich lebte früher in Berlin und war dort einer der größten Currywurstesser. Nicht nur das, auch war keine Süßigkeit vor mir sicher. Entsprechend war mein körperlicher Zustand: Übergewicht, schlechte Zähne, unreine Haut und zunehmende Rückenschmerzen. Selbstverständlich sah ich keinen Zusammenhang mit meiner Ernährungsweise, denn ich war ja cool drauf und tat nur das, was viele auch so machten.

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Im Mai 2017 starte ich zu einer 4000-km-Radtour

Der erste Schock ereilte mich, als ich so um die 20 war. Meine Freundin schleppte mich in einen der damals noch sehr seltenen Bioläden und mir war unbegreiflich, wie man so etwas Seltsames essen kann! Tahin, Gomasio……ich verstand kein Wort und fühlte mich so unsicher in dieser fremden Welt. Da ich meine Freundin nicht verlieren wollte, zeigte ich mich – innerlich widerstrebend – lernbereit und probierte alles aus. Rückblickend bin ich darüber sehr froh und ihr für diese Anregung noch heute dankbar.

Ich stellte Stück für Stück meine Ernährung um, weil ich rasch spürte, dass es mir damit viel besser ging. Ich nahm ab und die Zahnarztbesuche wurden erfreulicher. Nach einiger Zeit, verzichtete ich auf Fleisch und etwas später auch auf den Konsum von Fisch. Allerdings konnte ich mir lange Zeit nicht vorstellen, auf Käse und andere Milchprodukte zu verzichten

Dies änderte sich allerdings schlagartig, als ich den Bericht einer Tierärztin über die täglichen Abläufe in einem Schlachthof las. Seit ca. 3 Jahren ernähre ich mich nun von pflanzlicher Kost und erlebe dies an keiner Stelle als Verzicht, sondern auf vielen Ebenen als Bereicherung.

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Die Zutaten meines morgendlichen Fitness-Getränks

Ich fühle mich heute wohler und vitaler als vor 30 Jahren, habe keine nennenswerten Rückenprobleme mehr und bin sehr froh, dass ich mich in keiner Weise mehr an dem Leid, das den Tieren angetan wird, beteilige. Ich genieße eine große Lebensfreude, brauche keinerlei Medikamente und bin von vielem in meinem Leben inspiriert.

Vielleicht ist dies auch ein Ergebnis meiner langjährigen Arbeit als Psychologe und Psychotherapeut. In meinem Leben habe ich in den ersten drei Jahrzehnten recht wenig an meine Zukunft gedacht und mir über meine Gesundheit kaum Gedanken gemacht. In den 30 Jahren danach änderte sich dies abrupt nach dem Tod meines an Lungenkrebs verstorbenen Vaters. Ich übernahm mehr und mehr Verantwortung, mich um mein geistig, seelisch und körperliches Wohlbefinden zu kümmern. Diesen Ansatz verfolge ich auch in der Begleitung meiner Klienten.

Seit ein paar Monaten bin ich nun frei in meiner zeitlichen Gestaltung

All dies hat u.a. dazu geführt, dass ich nun in meiner „großen Freizeit“ eine
4000 -km- Radtour durch Skandinavien unternehmen werde.

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…von Eutin über Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Bergen und durch Dänemark wieder nach Hause…

Ich habe keine Ahnung, wie ich diese Zeit erleben werde. Ich weiß nicht, was genau auf mich zukommt. Wie werde ich mich fühlen, wenn ich fünf Monate von meiner Liebsten getrennt sein werde? Wie kommen wir beide damit klar, auch wenn wir uns immer mal wieder kurz sehen werden? Halte ich alles körperlich durch? Schließlich sind über 42.000 Höhenmeter zu bewältigen und die Steigungen in Norwegen sind erheblich – das weiß ich von meiner Radreise 2009.

Es ist jedoch dieser wunderbare Aufbruch, der mich reizt. Dieses Kribbeln, mich immer wieder in neuen Situationen zu bewegen und diese tiefe Ruhe, die ich empfinde, wenn ich nahezu lautlos durch eine grandiose Landschaft fahre …und schließlich… ist mein Weg das Ziel…und auf diesem Weg gibt es viele interessante neue Bekanntschaften…

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hey,
    Klingt interessant, was du da vor hast 🙂
    Bin schon gespannt wie du dich so schlägst. Vorallem wie sich die vegane Ernährung auf dem Fahrrad gestaltet. Mich hat bis jetzt noch der scheinbar grenzenlose Organisationsaufwand vom vegan Reisen abgehalten.
    Cheers

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  2. Anja Tode-Predöhl sagt:

    Lieber Andreas
    Berthold u ich lesen mit großem Interesse von den intensiven Vorbereitungen für dein spektakuläres veganes Projekt. Wir werden deinen Weg auf dem Blog mit Spannung und auch Mitgefühl in schweren Phasen verfolgen .
    Wir wünschen dir Kraft, Durchhaltevermögen u die Erfüllung deiner Wünsche u Ideen.
    Herzlichst
    Berthold und Anja

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    1. veganbiketravel sagt:

      Liebe Anja, lieber Berthold,
      schön, dass ihr dabei seid und danke für die guten Wünsche. Allmählich steigt die Spannung und heute beginne ich mit dem ‚Probepacken‘.
      Ganz liebe Grüße und bis bald
      Andreas

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